Integration
   
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Integration ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. In diesem Zusammenhang ist es uns eine besondere Freude zu erwähnen, dass unser "Integrationsprojekt" den ersten Platz des Gesundheitspreises der Stadt Wien 1998 (Kategorie Schule/Jugend) erlangt hat.

Integration von Kindern mit autistischer Wahrnehmung:

Im Raum Wien läuft seit 1995 das Projekt "Integrationsbetreuung". Hier werden Ausbildungsmaßnahmen für angehende Fachleute (PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, u.ä.) und Unterstützungsleistungen für Menschen mit autistischer Wahrnehmung gleichzeitig erbracht.

Vorrangiges Ziel ist es, Kindern mit autistischer Wahrnehmung einen "normalen" Kindergarten- oder Schulbesuch zu ermöglichen, anstatt wie ansonsten sehr oft üblich, diese in einer Schwerstbehindertenklasse unterzubringen, wo sie nur wenige Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung haben. Besonders deutlich wird einem die Notwendigkeit dieser Maßnahme, wenn man sich vor Augen hält, dass AUTISMUS nicht unbedingt mit einer geistigen Behinderung einhergehen muss. D.h. es gibt sehr wohl Kinder - Fachleute vermuten sogar einen Großteil der autistisch behinderten Menschen - die bei normaler Intelligenz eine autistische Wahrnehmung haben, was dazu führt, dass sie beispielsweise auf bestimmte Reize nicht reagieren (können) oder auf andere überreagieren (müssen).

In der Praxis sieht eine gelungene Integrationsunterstützung in der Schule wie folgt aus: Die Eltern eines Kindes mit autistischer Wahrnehmung entscheiden sich dazu, ihr Kind in eine integrativ geführte Klasse zu geben. In diese Phase gehören Gespräche mit den Eltern des zu integrierenden Kindes, den Lehrer/Innen und der Leitung der Schule (Direktion). Sehr oft haben Lehrer/Innen wenig oder kein Wissen über Autismus, woraus sich große Unsicherheiten ergeben können. Die ÖSTERREICHISCHE AUTISTENHILFE versucht hier durch Wissensvermittlung in Form von Vorträgen und Seminaren, eine Basis für die weitere Arbeit zu schaffen. Sehr oft erweist es sich auch sinnvoll, die Eltern der "nichtbehinderten" Klassenkameraden in diese Gespräche zu involvieren, um Verständnis für das zu integrierende Kind zu entwickeln.

In einer weiteren Phase wird ein/e für das betreffende Kind geeignete/r Praktikant/in (Student/in der Psychologie, Sonder- und Heilpädagogik, etc.) gesucht, der/die das Kind schon vor Schulbeginn kennen lernt, um eine Vertrauensbasis aufzubauen. Aufgabe dieses/r Praktikante/in ist es dann, im laufenden Schuljahr dem Kind mit autistischer Wahrnehmung dabei zu helfen, dem Unterricht in der Schule so gut wie möglich zu folgen und auch in den Pausen einen möglichst "normalen" Schulalltag zu gewährleisten.

Natürlich haben die Praktikant/Innen genügend Gelegenheit, sich Wissen zum Thema AUTISMUS anzueignen (siehe Bibliothek) sowie in den verpflichtenden Supervisionen Unterstützung und Entlastung zu bekommen.

Auch den Lehrern und Eltern ist es möglich, sich zu jeder Zeit Beratung und Supervision bei den Experten im Verein zu holen. Zusätzlich planen alle am Integrationsprojekt Beteiligten jeweils zu Schuljahresbeginn und -ende eine Besprechung, wo Ziele erarbeitet und Ergebnisse reflektiert werden.

Im Idealfall ist der Einsatz der/des Praktikantin/en (zu Beginn bis zu 10 Wochenstunden) am Ende des Schuljahres nur mehr sporadisch (zweimal pro Woche) nötig. Das Kind ist integriert, nimmt weitgehend selbstständig am Unterricht teil und hat durch das normale Umfeld genügend Sozialkontakte.

Download: Folder Persönliche Assistenz

 
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