Nach den neuesten internationalen Untersuchungen sind von 10.000 Kindern 63 von einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung betroffen, 17 davon leiden an Autismus und 8 an Asperger Syndrom. Die größte Störungsgruppe innerhalb des autistischen Spektrums bilden die nicht näher bezeichneten tiefgreifenden Entwicklungsstörungen mit einer Häufigkeit von 36 auf 10.000 Kinder. Insgesamt sind daher in Österreich etwa 48.500 Kinder betroffen, ca. 13.600 davon von frühkindlichem Autismus. Jungen sind im Vergleich zu Mädchen 4:1 überrepräsentiert.

Diese Schätzungen liegen deutlich über den meisten bis noch vor einigen Jahren publizierten Studien. Früher wurde zumeist eine Häufigkeit von ca. 5/10.000 angenommen.
Gründe für die höheren Angaben sind auf eine bessere Informiertheit, Aufklärung und Sensibilität von Fachleuten und Eltern, neue diagnostische Strategien, effektivere Forschungsmethoden und eine frühere und zuverlässigere Diagnostik des Autismus zurückzuführen.