Hans Asperger – ein Beitrag von Felix!

Hans Asperger war ein sehr wichtiger Mann in der „Autismus-Forschung“, denn er wurde zum Namensgeber des Asperger-Syndroms.

Hans Asperger
Hans Asperger (*1906 †1980 )   (c) Hans Asperger Stiftung

Hans Asperger wurde 1906 in der Nähe von Wien geboren und verstarb 1980 in der österreichischen Hauptstadt.

Asperger studierte Medizin in Wien und arbeitete als Kinderarzt und Heilpädagoge unter anderem am „Spiegelgrund“ (heutiger Standort des Otto-Wagner-Spitals).

 

Auszeichnungen

Der Erstbeschreiber des Asperger-Syndroms erhielt in seinen Lebensjahren auch viele Auszeichnungen. Darunter befindet sich auch die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien.

Hans Asperger und seine Arbeit am „Spiegelgrund“

Spiegelgrund
sogenannter Spiegelgrund (c) Google Earth

Allerdings hatte sein Leben auch Schattenseiten. Denn während der Zeit des Nationalsozialismus arbeitete er auch am sogenannten „Spiegelgrund“ (heutiger Standort des Otto-Wagner-Spitals). Angeblich soll er den Kindern, die dort „behandelt“ wurden, teils schlechte Diagnosen gestellt haben und dies hatte zur Folge, dass die Kinder dann unter anderem mit dem Schlafmittel „Luminal“ von anderen Ärzten getötet wurde. Dies heißt, dass er Kinder nicht aktiv sondern nur passiv, durch andere, getötet hat. Doch er hatte die dafür ausschlaggebenden Diagnosen gestellt.

Luminal (Phenobarbital): Medikament zur Epilepsiebehandlung und Narkosevorbereitung, welches bei Überdosierung zum Tod führen kann

Wie beschrieb Hans Asperger das Asperger-Syndrom?

Eine seiner Veröffentlichungen enthielt die Beschreibung des Verhaltens von vier unterschiedlichen Buben mit durchschnittlicher bis hoher Intelligenz, die einige Verhaltensmuster gemeinsam hatten:

  • Empathiemangel
  • Probleme Freundschaften zu schließen
  • Probleme beim Blickkontakt, sowie bei Mimik, Gestik und dem Sprachgebrauch
  • spezielles Interessensgebiet
  • motorische Probleme

Außerdem fiel es ihnen auch schwer sich in andere Personen hineinzuversetzen. Über ihr spezielles Interessensgebiet konnten sie auch wie kleine Professoren reden.

Privates

Geboren wurde er in Hausbrunn bei Wien und war der ältere von zwei Brüdern. Seine Eltern stammten zwar aus einer Bauernfamilie, aber er wuchs in Wien auf. Er mochte das Zitieren und zitierte sich auch gern selbst. Außerdem war er motorisch ungeschickt, jedoch ging er trotzdem in den Bergen wandern. Als Kind fiel es ihm schwer Freunde zu finden und er distanzierte sich eher von anderen Menschen. Später entwickelte er ein Interesse für „psychisch abnorme“ Kinder, vielleicht auch um sich selbst besser zu verstehen.

Im Jahre 1935 heieratete er und bekam fünf Kinder. Zwei seiner Töchter studierten ebenfalls Medizin und eine von ihnen ist in Zürich als Kinderpsychiaterin tätig.

 

 

 

Bildquellen:

 

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