ICF-basiertes Arbeiten in der Frühförderung

Unsere Rezension: In seinem Buch „ICF-basiertes Arbeiten in der Frühförderung“ erklärt Manfred Pretis sehr anschaulich und verständlich, wie die Verwendung von ICF-Codes als eine gemeinsame sprachliche sowie konzeptionelle Basis die Zusammenarbeit von Fachkräften unterschiedlichster Disziplinen erleichtern und somit die bestmögliche Frühförderung des Kindes in Kooperation mit deren Familien ermöglichen kann. Es wird aufgezeigt, wie Erfolge der Frühförderung durch den Einsatz smarter Zielformulierungen besser beobachtbar und messbar gemacht werden und wie diese anhand von ICF Codes als gemeinsame Sprache auch besser kommuniziert und von ärztlicher, therapeutischer, psychologischer, (heil-)pädagogischer sowie familiärer Seite gleichermaßen verstanden und unterstützt werden.
Die dadurch entstehende Transparenz sowie das gemeinsame Grundverständnis können den Therapieerfolg wesentlich verstärken. Das Buch dient nicht nur als theoretische Anleitung, sondern lehrt Fachkräften dank zahlreicher detaillierter Fallbeispiele auch rasch in der Praxis ICF-basiert zu arbeiten und zu fördern.

Rezension von: Magdalena Kohlbauer (Juni 2019)


Kurzbeschreibung:
„Innerhalb von sechs Monaten kennt und benennt Sabine vier Grundfarben“. Was eine simple Aussage zu sein scheint, ist in diesem Beispiel ein sorgfältig erarbeitetes Förderziel für die ICF-basierte Frühförderung. Förderziele spezifisch, messbar, akzeptabel, realistisch und terminierbar zu formulieren, stellt für Fachkräfte häufig eine große Herausforderung dar. Diese „smart“ formulierten Ziele bilden jedoch die Basis für fachliche Transparenz und Qualität von therapeutischen Maßnahmen. Ziel ist es, den betroffenen Kindern und Familien die bestmögliche Förderung und Behandlung angedeihen zu lassen.
Autoren: Manfred Pretis, Verlag: Ernst Reinhardt Verlag; Auflage: 2., überarbeitete (14. Januar 2019)

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