Integrative psychotherapeutische Spielgruppe

Integrative psychotherapeutische Spielgruppe

Im integrativen therapeutischen Spiel haben alle Kinder die Chance im Miteinander zu wachsen und voneinander zu lernen.
Kinder mit diversen Entwicklungsschwierigkeiten und besonderen Bedürfnissen haben oft Schwierigkeiten, in Gruppen ihren eigenen Platz zu finden. In dieser Spielgruppe wird ein spezielles psychotherapeutisches Programm angeboten, wodurch Kinder lernen, sich in einen natürlichen Spielkontext einzufügen. Die Gruppen werden nach Alter und Fähigkeiten differenziert zusammengesetzt. Das Mitspielen von Geschwistern und Freunden begünstigt das wechselseitige Wachsen sozialer Fähigkeiten.
Die sensorisch integrative Arbeitsweise aktiviert alle Sinnesmodalitäten. Diese fördert langzeitlich einen positiven Entwicklungsprozess.

Integratives Spiel ist Hilfe

  • Wenn Ihr Kind häufig unaufmerksam ist
  • Wenn Ihr Kind sich am Spielplatz nicht mitspielen traut
  • Wenn Ihr Kind zu schüchtern ist
  • Wenn Ihr Kind oft wütend ist
  • Wenn Ihr Kind zu vorsichtig ist
  • Wenn Ihr Kind sich oft auffällig benimmt
  • Wenn Ihr Kind nicht mitspielen darf
  • Wenn die SchulpsychologIn von Entwicklungsverzögerung spricht
  • Wenn die LehrerIn von sozialem Rückstand spricht
  • Wenn die ÄrztIn/PsychologIn Diagnosen wie Autismus, ADS, ADHS, Zwänge, Ängste stellt

Was lernt Ihr Kind?

  • Sich besser zu konzentrieren
  • Wünsche zu äußern
  • Bedürfnisse anzumelden
  • Lustvoll zu spielen
  • Regeln einzuhalten
  • Freundschaften zu schließen
  • Bewegung besser zu koordinieren
  • Größere Geschicklichkeit zu erlangen
  • Ängste abzubauen
  • Die eigene Frustrationstoleranz zu erhöhen
  • Dialogfähigkeit zu vermehren

Ziel
Ziel dieser Gruppen ist es, die TeilnehmerInnen mit gleicher oder ähnlicher Symptomatik in spielerischer Auseinandersetzung eine Problemstellung erarbeiten zu lassen. In kleinen Schritten werden Teilziele gesetzt, es entstehen Lösungsbilder, die gegebenenfalls im Rollenspiel durchgespielt und damit geübt werden.
Im Mikrokosmos der Gruppe entsteht eine Integration besonderer Art, die der therapeutische Raum kreiert. Es findet emotionale Öffnung statt, die für die meisten Neuland ist, und es kann sich eine respektvolle Haltung dem/der in gleicher oder ähnlicher Weise Betroffenen gegenüber ausbreiten. Langfristig können somit konflikthafte Inhalte anders als mit Gewalt ausgetragen werden.

Theoretisches Konzept
Dieses Projekt wird vom Integrationsprinzip bestimmt. Jede(r) Gruppenteilnehmende hat die gleiche Möglichkeit die Themenwahl mitzubestimmen und sich durch Positionierung einzubringen. Dadurch erfährt er Angehört-Werden, Ernstgenommen Werden, Sein-Dürfen, wie er ist. Das Gefühl seinen Platz gefunden zu haben (Positionierung) stärkt das ICH und ermuntert ihn zu weiterer positiver Interaktion. Das Prinzip der Ganzheitlichkeit wird durch körperorientiertes Arbeiten mit sensorisch integrierenden Elementen erfüllt: Nach dem gedanklichen Erfassen der Problemstellung wird im Wechsel durch Körperübungen der Aufmerksamkeitsfokus verändert und damit eine Musterunterbrechung eingeleitet. Strategische Interventionen bieten Struktur und Sicherheit und hemmen Ängste. Im Hinblick auf das prozesshafte Geschehen der Weiterentwicklung werden auch die Therapieziele für mehrere Therapieeinheiten gesetzt. Wesentliche Elemente aus der Spieltherapie liefern die Arbeit mit kreativen Materialien, die das Heraustreten aus der Problemwelt fördern.
Das Eintauchen in die Welt des Spiels (Spieltrance) und das Dissoziieren (Heraustreten) und Betrachten des Spiels von außen bietet ein neues Übungsfeld für Imitation, soziale Kompetenz und soziale Anpassung.

Methodische Vorgangsweise
Die Gruppen finden regelmäßig mehrmals im Jahr statt (s. Folder) und werden jeweils von 2 Therapeutinnen geführt (in den Spielgruppen gibt es zusätzliche „Coaches“ für die betroffenen Kinder. Das sind PraktikanntInnen der Autistenhilfe). Die TeilnehmerInnenzahl soll 4-8 Kinder/Jugendliche nicht überschreiten. Die Eröffnung der Gruppe erfolgt ab 4 TeilnehmerInnen. Die Therapieeinheit beträgt 60 Minuten.
Die Transparenz zwischen Therapieplanung- und durchführung wird durch Vorbesprechen und Nachreflexion gewährleistet. Zusätzlich wird das Familiensystem eingebunden. In Elterngesprächen werden Eltern zu „Co-TherapeutInnen“ ermächtigt. Evaluierungsgespräche über ihre eigene Befindlichkeit und die Veränderungen der Kinder/Jugendlichen seit Beginn der Gruppentherapie sollen in der Transparenz der weiteren Gruppenführung ihren Niederschlag finden. Die Nachhaltigkeit wird gesichert durch die oben beschriebene Musterunterbrechung (s. Methodik) und durch Reflexion vor und am Ende der Sitzungen mit den Kinder/Jugendlichen, sowie durch Elterngespräche und im Bedarfsfall mit LehrerInnen, ErzieherInnen usw.

Kosten
Pro Termin: 45.- € für 60 Minuten Spielgruppe
Pro Elterngespräch: 70.- € für 50 Minuten
Bei Erfüllung der Bedingungen wird Ihnen ein Teil der Kosten von der Sozialversicherung refundiert.

Ort
Zentrale der ÖAH
Esslingasse 17
1010 Wien

Termine

1. Oktober 2017
12. November 2017
17. Dezember 2017

Jeweils von 10.30 bis 11.20 Uhr.  Der Einstieg ist gegen Rücksprache jederzeit möglich.

Kontakt / Information / Anmeldung

Maga Rosemarie Dressler

Psychotherapeutin | Pädagogin