Seminar „Autistische Mädchen* und Frauen*: Praxis der Begleitung“

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1,5 Tage – am Do, 24. und Fr, 25. September 2026 (12 UE) in 1130 Wien

Unterstützung autistischer Frauen* und Mädchen*: Bedürfnisse verstehen und im pädagogischen und psychosozialen Alltag gezielt begleiten.

Autistische Mädchen* und Frauen* begegnen Fachkräften im psychosozialen und pädagogischen Alltag häufig. Viele entwickeln über Jahre hinweg Strategien, um Erwartungen zu erfüllen, sich anzupassen oder möglichst wenig aufzufallen. Gleichzeitig erleben sie nicht selten Überforderung, Erschöpfung und Missverständnisse im sozialen Umfeld sowie im Hilfesystem.

Fachkräfte stehen dabei oft vor der Herausforderung, Unterstützungsbedarfe wahrzunehmen, ohne diese unmittelbar einordnen oder passende Handlungsmöglichkeiten ableiten zu können.

Der Fokus des Seminars liegt auf der praxisnahen Anwendbarkeit im psychosozialen und pädagogischen Arbeitsalltag.

Dieses Seminar bietet die Möglichkeit, die Lebensrealitäten autistischer Mädchen* und Frauen* praxisnah zu verstehen und daraus konkrete Ansätze für den beruflichen Alltag zu entwickeln. Im Fokus stehen Bedürfnisse, Ressourcen und typische Belastungsfaktoren sowie die Frage, wie unterstützende Rahmenbedingungen im professionellen Kontext gestaltet werden können.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Handlungsmöglichkeiten und professionellen Haltungen: Wie kann Unterstützung so gestaltet werden, dass sie Orientierung gibt, Selbstbestimmung stärkt und Überforderung reduziert? Dabei werden sowohl individuelle Lebensrealitäten als auch gesellschaftliche Erwartungen an weiblich sozialisierte Personen berücksichtigt.

Das Seminar ist interaktiv gestaltet und umfasst Reflexionsphasen, Fallbesprechungen aus der Praxis der Teilnehmenden sowie die gemeinsame Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten für den Berufsalltag.

Inhalte des Seminars

    • Einführung in Autismus bei Mädchen* und Frauen*
    • Lebensrealitäten: Wahrnehmung, Kommunikation und soziale Interaktion
    • Anpassungsstrategien und Masking
    • Typische Belastungsfaktoren und Herausforderungen im Alltag
    • Bedürfnisse autistischer Mädchen* und Frauen* verstehen
    • Einfluss sozialer Erwartungen und weiblicher Sozialisation
    • Gestaltung unterstützender Rahmenbedingungen im pädagogischen und psychosozialen Kontext
    • Praxisnahe Ansätze zur individuellen Begleitung (inkl. Transfer in den Arbeitsalltag)
    • Reflexion der eigenen beruflichen Praxis
    • Fallbesprechungen und Entwicklung konkreter Handlungsmöglichkeiten

Ziele des Seminars

    • Vertiefung des Verständnisses für die Lebensrealitäten autistischer Mädchen* und Frauen*
    • Reflexion von Belastungsfaktoren und Anpassungsstrategien (z. B. Masking, Erschöpfung)
    • Auseinandersetzung mit Bedürfnissen in pädagogischen und psychosozialen Settings
    • Kennenlernen praxisnaher Ansätze zur individuellen Begleitung
    • Entwicklung konkreter Handlungsmöglichkeiten für den Berufsalltag
    • Reflexion der eigenen professionellen Haltung

Einen detaillierten Ablauf des Seminars finden Sie hier:

Download Seminarablauf

Zielgruppe:

Fachkräfte aus psychosozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern, die mit autistischen Mädchen*, Frauen* oder weiblich sozialisierten autistischen Personen arbeiten oder arbeiten möchten.

Methoden:

Vortrag, Fallbesprechung, Klein-/Großgruppenarbeit, Diskussion, Reflexion, Praxistransfer

Termine:

Donnerstag, 24. September 2026, 12:00 bis 16:00 Uhr
Freitag, 25. September 2026, 08:00 bis 16:00 Uhr

Ort:

Dachverband Österreichische Autistenhilfe
Kompetenz-, Diagnostik- und Therapiezentrum
Lainzer Straße 129
1130 Wien

Kosten: € 299,– (Anmeldeschluss: 03.09.2026)

Lektorin:

Hristina Hristova , MA (Link zur Homepage) arbeitet seit vielen Jahren mit autistischen Menschen in unterschiedlichen pädagogischen und psychosozialen Arbeitsfeldern, mit einem Schwerpunkt auf der Begleitung autistischer Mädchen* und Frauen*. In ihrer Praxis bietet sie Einzelbegleitung, Gruppenangebote sowie Fachsupervisionen an und ist regelmäßig als Referentin tätig.

Sie verbindet fundierte Praxiserfahrung aus verschiedenen Kontexten – darunter Schule, Krisenzentren und Familienbegleitung – mit fachlichen Perspektiven und arbeitet eng mit autistischen Menschen zusammen, um ihre Stimmen sichtbar zu machen. Der TEACCH-Ansatz ist ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit.

In ihren Seminaren legt sie Wert auf Praxisnähe, Reflexion der eigenen Haltung und die Entwicklung konkreter Handlungsmöglichkeiten.

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