SO-KO Gruppe

SO-KO Gruppe

Förderung der SOzialen KOmpetenz für Kinder und Jungendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen

Kinder und Jugendliche mit einer Diagnose im Autismus Spektrum zeigen meist Auffälligkeiten in den folgenden drei Entwicklungsbereichen: Kommunikation, Sozialverhalten und Interessen/ Handlungsspielraum. Dies gilt auch für Menschen mit einem hohem Intelligenz- und Sprachniveau (Asperger-Syndrom). Auch jene zeigen Schwierigkeiten im Umgang bzw. der Kontaktaufnahme mit anderen Menschen. U.a. gehören dazu Probleme bei der Aufnahme und Gestaltung von sozialen Kontakten, Schwierigkeiten auf Kontaktangebote angemessen zu reagieren, Probleme beim Erkennen und Anwenden von Regeln im sozialen Umgang; Schwierigkeiten – Körpersprache zu verstehen und zu gebrauchen, sowie Probleme – sich in andere hineinzuversetzen und den eigenen Standpunkt effektiv zu vertreten. Im Rahmen dieses Gruppenangebotes versuchen wir Betroffene hinsichtlich kommunikativer und sozialer Fähigkeiten zu unterstützen und deren Interessen- und Handlungsspielraum zu erweitern.

Ziele
„Das primäre Ziel dieser Gruppe zur Förderung der sozialen Kompetenz liegt nicht so sehr darin, das Verhalten der Kinder durch reines Antrainieren bestimmter Verhaltensweisen so unauffällig und „normal“ wie möglich zu machen. Wenn man nur isolierte Fertigkeiten und Routinen trainiert, läuft man Gefahr, die Abhängigkeit von bestimmten Signalwörtern oder Hinweisen zu verstärken und somit die Ängstlichkeit und Unsicherheit der Betreffenden zu erhöhen. Vielmehr geht es zunächst darum, eine –transparente und verständliche – soziale Situation zu schaffen, in der die Teilnehmer sich wohl fühlen und sich dem Kontakt mit anderen öffnen“ (Anne Häußler).

  • Freude am gemeinsamen Tun bzw. an sozialem Kontakt
  • Fähigkeit soziale Initiative zu ergreifen
  • Aufeinander reagieren können
  • Kontakte angemessen gestalten
  • Mit anderen kooperieren
  • Diverse Regeln (z.B. Spielregeln, Gruppenregeln, soziale Regeln) einhalten
  • Soziale Situationen und Regeln (verstehen, akzeptieren und einhalten)
  • Warten können
  • Sich für etwas entscheiden können
  • Miteinander Teilen
  • Verlieren können
  • Sich mitteilen und anderen zuhören können
  • Eigene Wünsche und Bedürfnisse mitteilen
  • Kompromisse finden und akzeptieren
  • Mit Kritik und Frustration „umgehen“ lernen
  • Eigene Gefühle und die der anderen erkennen und ausdrücken können

Inhalte des Gruppenangebotes:
Im Rahmen der SOKO Gruppe, erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit sich und anderen Personen auseinanderzusetzen und vorhandene Schwierigkeiten in den Bereichen Kommunikation, Sozialverhalten, Interessens- und Handlungsspielraum zu bearbeiten. Es werden natürliche Situationen geschaffen (z.B. Spiel, Gespräche, Aktivitäten: z.B. gemeinsames Essen für die Gruppe vorbereiten), die Anreiz zur Interaktion/Kommunikation bieten und die Entwicklung vielfältiger sozial-kommunikativer Fähigkeiten unterstützen sollen.

Methodischer Ansatz
Dieses Gruppenangebot orientiert sich vorwiegend am Konzept des TEACCH Ansatzes bzw. der SOKO Gruppe (Weiterentwicklung: Anne Häußler) und am KOMPASS Konzept (v. Bettina Jenny), da sich beide Konzepte in der Praxis sehr bewährt haben und gut kombinieren lassen. Social Stories (v. Carol Gray) und Elemente aus der motopädagogischen Förderung runden das Gruppenangebot ab.

Zielgruppe
Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen

Gruppengröße
2 bis max. 5 Kinder/Jugendliche

Ort
Diagnostik- und Therapiezentrum
Dampfsschiffstraße 4/1
1030 Wien

Kontakt / Information / Anmeldung

Maga Patricia Weibold

Leiterin der Mobilen Intensivbegleitung | Dipl. Pädagogin, Sonder- und Heilpädagogin

Maga Florentine Schalkhammer

Klinische- und Gesundheitspsychologin  | Legasthenietherapeutin des ÖBVL