Risse im Universum

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Unsere Rezension: In diesem Buch geben fünfzehn Menschen, allesamt dem Autismus Spektrum zugehörig, durch das Erzählen ihrer eigenen Geschichten, Einblick in ihr Leben.
Aufgrund der Vielfalt ihrer Erzählungen lassen sich die vielen Ausprägungen des autistischen Spektrums erkennen und geben einen tollen Einblick in das teilweise sehr komplizierte Leben eines Menschen mit dieser Wahrnehmungsstörung.
Die Beiträge sind sehr individuell gestaltet. Teilweise poetisch und mit verschiedenen Zitaten, einige sind nüchterne Erfahrungsberichte aus der Schulzeit und andere beschäftigen sich mit dem langen und mühsamen Weg bis zur richtigen Diagnose. Die andersartige Wahrnehmung ihrer Umwelt wird durch den ganz persönlichen Schreibstil, in dem die jeweiligen Geschichten erzählt werden, deutlich.
Entstanden ist ein Buch, dessen Inhalt und äußere Form der Beiträge die Individualität jedes einzelnen Autors unterstreicht. Es ist sowohl Personen zu empfehlen, die selbst von einer Autismus-Spektrums-Störung betroffen sind, als auch Leuten, die einfach mehr über die Wahrnehmungswelt Betroffener erfahren wollen.
Rezension von: Dachverband Österreichische Autistenhilfe (13.03.2018)

Kurzbeschreibung:
Das Anliegen dieses Buches ist es, autistische Menschen mit Asperger-Syndrom selbst zu Wort kommen zu lassen und dabei die Vielfalt dieses autistischen Spektrums zu präsentieren. Die Diagnose als verbindendes Element der Autoren spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle, ebenso die Art, wie jeweils mit der Erkenntnis umgegangen wird, dass man autistisch ist.
Was in bisherigen Darstellungen zum Thema Autismus häufig zu kurz kommt, ist die relative Normalität im Leben solcher Menschen; ein Leben, das, wie bei anderen Menschen auch, aus tausend kleinen Begebenheiten, aus persönlichen Erfolgen und Fehlschlägen, aus Stolz, Angst, Neugier und Liebe besteht. Jeder der Autorinnen und Autoren dieses Buches nimmt dabei seine Umwelt und sich selbst auf eine ganz individuelle Art und Weise wahr. Dies wird auch deutlich durch den persönlichen Schreibstil, in dem die jeweilige Lebensgeschichte erzählt wird, sodass dieses Buch ein Nebeneinander von eher nüchtern referiertem Bericht und lyrischem Sprachspiel bietet.
Die Autorinnen und Autoren hoffen, dass sie auf diese Art und Weise nicht länger nur als psychologisch interessante „Fälle“ oder bestaunenswerte Kuriositäten wahrgenommen werden, sondern als Personen mit einer einzigartigen Gefühls- und Erlebniswelt.
Autoren: Aspies e.V. , Verlag: Weidler Buchverlag Berlin; Auflage: 1., (16. April 2010)​

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